Wir gestalten das neue SemperOpernball Magazin

Am 01. Februar 2019 ist es wieder so weit: Die Dresdnerinnen und Dresdner schnüren die Tanzschuhe und laden internationale Gäste und zahlreiche Prominente auf den glamourösesten Ball des Jahres ein. Diesmal findet der SemperOpernball unter dem Motto „Faszination Dresden – Träume werden wahr“ statt. Zum 14. Ball gibt es wieder ein offizielles Magazin in Zusammenarbeit mit dem SemperOpernball Verein.

Das Magazin ist eine Zeit-Reise im wahrsten Sinne des Wortes. Neben der Vorstellung von PreisträgerInnen, LaudatorInnen und Ballkleidern werden auch die Zielländer der Würdenträger vorgestellt.
Hier ein Auszug aus der Rede des ersten Preisträgers des St. Georgs Ordens:

„Der Gaukler“ von Armin Mueller-Stahl

»Bin schon Gaukler über 60 Jahr‘, bin Tragöde, bin der Narr. Bin der Bettler, bin der König, und ich weine mal ein wenig. Doch ich lache wie ein Kind, wenn die Leute glücklich sind. 

Neulich sagt zu mir die Post, „Oh ja, Sie ham‘ ja n‘ juten Ruf. Doch sagen Se ma ehrlich, wat machen Se so von Beruf? Samstags, sonntags, ja da weeß ick, bring‘ Se die Leut zum Lache. Ne ick meene wochentags, wat Se da so Richt‘ges machen.“

Bin schon Gaukler über 60 Jahr‘, bin Tragöde, bin der Narr. Bin der Bettler, bin der König, und ich weine mal ein wenig. Doch ich lache wie ein Kind, wenn die Leute glücklich sind.

Gestern bin ich offm‘ Alex, sacht ne Frau „Ach bitte ham‘ Se vielleicht für meine Tochter so en hübsches Autojramm“, und schon stehe ich wieder grade, grader, als ich vor es hatte, schlug in meine rechte Schulter, die nach links verrutschte. „Watte?“ Kickt der Mann auf seine Frau, dann auf mir mit kühlem Blick, „Is det nich der Marlon Brando? Ist doch fast jenauso dick.“ „Ne.“, sagt sie, „Ne, en Doppelnam‘, ich hab verjessen, wie der heeßt.“ „Na wat willste denn en Autojramm, wenn de nich den Nam‘ weeßt.“

Und ich denke an die Zeiten, wo dann keener vielleicht mehr kickt. Und ich denke, obs mal enen doch am Ende etwas piekt. Kann der nicht in der Nase bohren, so wie jeder andre Mann? Keiner zeigt mehr mit dem Finger „Kick mal, det isser.“ Ob ich das dann leiden kann?

Bin schon Gaukler über 60 Jahr‘, bin Tragöde, bin der Narr. Bin der Bettler, bin der König, und ich weine mal ein wenig. Doch ich lache wie ein Kind, wenn die Leute glücklich sind.«

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